Semester- oder Masterarbeiten

Im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderten Forschungsprojekts TRUE-COST-CH bieten wir mehrere Semester- oder Masterarbeiten für motivierte Studierende an!

Das Projekt entwickelt eine „True Cost Accounting for Food“ (TCAF)-Methodik, um die versteckten ökologischen, sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Kosten von Lebensmittelsystemen sichtbar zu machen und den Übergang zu einer nachhaltigeren und gerechteren Ernährungszukunft zu fördern.

Wenn Sie sich einem dieser Projekte anschließen, werden Sie Teil eines interdisziplinären Forschungskonsortiums und arbeiten mit Akteurinnen und Akteuren zusammen, die das Schweizer Lebensmittelsystem mitgestalten.

Thema 1 – Ko-Kreation von Transformationspfaden für Ernährungssysteme

Eingebettet in Work Package 3 (WP3) unterstützt diese Arbeit die Entwicklung einer Theory of Change für ein nachhaltiges und gerechtes Ernährungssystem in der Schweiz. Sie werden gemeinsam mit dem Projektteam ein Umfrageinstrument mitentwickeln sowie schweizerische Initiativen kartieren und analysieren, die zur Umsetzung der TCAF-Methodik beitragen oder sie unterstützen können. Die Umfrage wird in die Gestaltung einer Akteurs-Roadmap einfliessen, die während Multi-Stakeholder-Workshops eingesetzt wird. Sie werden aktiv an der Datenerhebung und -analyse teilnehmen und eng mit Forschenden und Praxispartnern zusammenarbeiten.

Thema 2 – Wie Stakeholder die wahren Kosten von Lebensmitteln sehen

Eingebettet in Work Package 4 (WP4) umfasst diese Masterarbeit die Durchführung von Interviews mit Stakeholdern entlang von Lebensmittelwertschöpfungsketten wie Schweinefleisch, Fleisch, Milch oder Eiern (z. B. Landwirtinnen und Landwirte, Industrieakteure, Detailhändler) sowie aus zentralen Sektoren (Landwirtschaft, Industrie oder Politik). Sie werden untersuchen, wie diese die Ergebnisse der TCAF-Methodik wahrnehmen und welche Lösungen sie als umsetzbar oder gerecht erachten. Die Ergebnisse werden die Projektergebnisse stärken und wertvolle Erkenntnisse für politische Dialoge und systemische Veränderungen liefern.

Thema 3 – Bewertung der gesellschaftlichen Kosten von Lebensmitteln in einem Schweizer Kanton

Der TCAF-Ansatz kann auf regionaler Ebene angewendet werden, um die gesellschaftlichen Kosten von Ernährungssystemen zu schätzen – darunter Belastungen für die öffentliche Gesundheit, Umweltzerstörung oder Subventionen. In diesem Projekt berechnen Sie die wahren Kosten der Lebensmittelproduktion und -konsumption in einem Schweizer Kanton (z. B. Waadt, Wallis oder Genf) mithilfe von Sekundärdaten und der BASIC-Methodik. Die Arbeit kann auch einen spezifischen Fokus auf die vom öffentlichen Sektor getragenen gemeinschaftlichen Kosten beinhalten, indem analysiert wird, wie diese in kantonalen oder nationalen Budgets abgedeckt werden. Die Ergebnisse werden direkt zum Projekt beitragen und können lokale politische Diskussionen unterstützen.

Thema 4 – Erforschung der gesellschaftlichen Kosten und Nutzen in Val Poschiavo (GR)

Einige Schweizer Regionen haben bereits konkrete Schritte in Richtung nachhaltigerer Ernährungssysteme unternommen. In dieser Arbeit werden Sie die gesellschaftlichen wahren Kosten und Nutzen im Zusammenhang mit Ernährungspraktiken in Val Poschiavo (GR) – einer Pionierregion – bewerten oder partizipativ mitentwickeln. Die Fallstudie umfasst eine Feldarbeit, lokale Kooperationen und den Austausch mit Forschenden.

Interessiert? Kontaktieren Sie uns!

Emilia Schmitt

Dr., Senior Researcherin

Marie-Clémence Breuillot

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, UNIL-EPFL